Outdoorfamilie https://www.outdoorfamilie.de/ Mit Kindern draußen unterwegs Mon, 30 Jan 2023 19:33:09 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 https://www.outdoorfamilie.de/wp-content/uploads/2018/06/cropped-stone_20170628_122132_square_cc_1024-32x32.jpg Outdoorfamilie https://www.outdoorfamilie.de/ 32 32 Wir bauen ein Haus. Mit Recycling und Öko und Realität! https://www.outdoorfamilie.de/wir-bauen-ein-haus-recycling-und-oko/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wir-bauen-ein-haus-recycling-und-oko https://www.outdoorfamilie.de/wir-bauen-ein-haus-recycling-und-oko/#respond Sun, 29 Jan 2023 20:28:35 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=3003 Warum könnte die Outdoor-Familie ein Haus bauen wollen? Eigentlich gar nicht. Aber die Möglichkeit, direkt am Rand der Natur zu wohnen (mit Bergsicht, bei gutem Wetter) und genauso auch am Rand der Stadt, ist einfach zu verlockend! Auch verlockend sind die verhältnismäßig preiswerten Grundstücke der Stadt. Immerhin können wir auf […]

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Warum könnte die Outdoor-Familie ein Haus bauen wollen? Eigentlich gar nicht.

Auf dem Weg zum neuen Grundstück

Aber die Möglichkeit, direkt am Rand der Natur zu wohnen (mit Bergsicht, bei gutem Wetter) und genauso auch am Rand der Stadt, ist einfach zu verlockend!

Bergsicht vom Hausdach

Auch verlockend sind die verhältnismäßig preiswerten Grundstücke der Stadt. Immerhin können wir auf diese Weise weiterhin problemlos ohne eigenes Auto auskommen. Wir bleiben also autofrei, begeben uns aber auf eine Gratwanderung entlang ökologisch vernünftiger und pragmatischer Hausbauentscheidungen.

Lektion 1: Hausbauen bedeutet unendlich viele Entscheidungen treffen und Pläne anpassen

Unser Kind baut uns ein Haus im Schnee

Wir wissen zunächst genau, was wir wollen (wenn wir schon kein bezahlbares „gebrauchtes“ Haus finden): eine kleines Haus, viel Garten und natürlich Holzständerbauweise. Von einem bewährten Fertighaus-Hersteller? Selbstverständlich mit FSC-Holz. Aber nach Kontakten zu ca. 10 Fertighaus-Anbietern aus Nah und Fern haben wir zwei Dinge verstanden:

  • es ist Anfang 2021 und mit der beginnenden Krise im Bausektor (Materialknappheit und so weiter) bekommen wir ein Häuschen aus der Fabrik erst nach frühestens einem Jahr Wartezeit (optimistisch gerechnet)
  • Und zwischen Verkäufer-Typen („Alles ist möglich, kostet aber extra“) und Prospekten mit „wunderschönen“ Wohn-Welten fühlen wir uns weder wohl noch gut beraten.
Unser Kind sitzt in der Wiese auf unserem Grundstück

Was nun? Plan B muss her. Vielleicht ein Bauunternehmen? Oder gar ein Architekt? Aber wie geht das? Nicht einfach aus dem Katalog aussuchen und voilà? Klingt gefährlich und teuer! Trotzdem, wir machen mutig ein paar Termine. Und ganz schnell ist klar: Mit dem Architekturbüro wollen wir bauen. Warum? Das gute Gefühl, auf vernünftige Menschen zu treffen, die wirklich beraten und schöne Häuser bauen wollen. Und unerwarteterweise wird das Haus mit ihnen voraussichtlich gar nicht teurer als mit den Fertighaus-Fritzen. Wir sind glücklich. Zumindest bis die Architekten ihre Vision von unserem zukünftigen Haus präsentieren.

180 Grad Drehung

Erste Ideen, wie der Grundriss für das Haus aussehen soll.

Schon vor dem Zusammentreffen mit „unseren“ Architekten hatten wir erste Zweifel, ob wir statt so klein wie möglich, vielleicht doch größer bauen sollten und dann aber für zwei Familien. Warum zwei Familien? Der nächste Öko-Aspekt: Einfamilienhäuser sind vergleichsweise Ressourcenverschwendung – Geschosswohnungsbau ist einfach materialeffizienter, braucht weniger Wand, weniger Dämmung, weniger Fläche, weniger alles pro Wohnung. „Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung“ ist das Maximung, was laut Bebauungsplan erlaubt ist. Die Einliegerwohnung soll dann so groß werden, dass auch da eine Familie mit Kindern reinpasst. Finanziell geht das für uns nur aufgrund „Niedrigzinsphase“, gutes Timing.

Unser hübsch gerendertes Wohnzimmer nach eigenem Grundriss

Auf unseren „fertigen“ Grundriss sind wir zunächst recht stolz. Bis er dem kritischen Blick oder besser dem Gegenvorschlag der Arichtekten stand halten soll. Von unserem eigentlichen Entwurf sind eigentlich nur noch 6 m² Lichthof übrig (ein Herzenswunsch, der sich später noch als sehr positiv für unsere bewegungs- und kletterbegeisterten Kinder herausstellt :-)).

Wir brüten über den Entwürfen von Architekt und Bauunternehmer

Nach ca. dreistündigen Diskussionen über Schalldämmung, „Kellerwohnungen“ und Lebensdauer von Häusern vs. Lebenserwartung von Menschen sind wir ein bisschen traurig über den Abschied von unseren naiven (Wohn-)Ideen. Aber wir sind auch sehr sicher, dass wir dafür ein deutlich praxistauglicheres Haus bekommen und die richtigen Leute engagiert haben.

Rohstoffknappheit

Wie sollen wir bauen? Holz? Stein? So nachhaltig wie möglich!

Vom Holzhaus haben wir uns dann gleich auch noch verabschiedet: Auch unsere Architektin findet nachwachsende Rohstoffe gut. Allerdings erklärt sie uns, dass wir uns das bei den gegenwärtigen Holzpreisen (s.o., Rohstoffknappheit) kaum werden leisten können. Massivbau ist in diesem Moment für uns die günstigere Wahl. Immerhin gibt es da so schöne Mauersteine mit kleinen Steinstückchen drin, die eine zusätzliche Isolierung mit irgendwas künstlichem (Styropor, meistens) entbehrlich machen. Einfach Putz+Ziegelstein+Putz (und keine Plastikfolie oder so!) und fertig ist die monolithische Wand. Auch ganz sympathisch! Insbesondere, wenn man bedenkt, dass nicht nur Ziegel brennen, sondern auch die Herstellung von Glaswolle oder Steinwolle (bezahlbarer Dämmstoff bei Holzhäusern) jede Menge Energie brauchen würde.

Da soll es hin, unser Haus: die Grobverpflockung ist da!

Natürlich gibt es aber noch viel mehr zu entscheiden. Welches Grundstück wollen wir eigentlich bebauen? Mit drei Kindern und Ehrenamt dürfen wir uns netterweise aussuchen, was wir wollen. Das hatten wir noch nie! Also machen wir nebenbei zahlreiche Familien-Besuche auf dem künftigen Bauplatz. Wobei die Kinder eine klare Meinung vertreten: wir müssen alle Grundstücke kaufen, damit der Garten groß genug ist. Tja .. Wir beschränken uns trotzdem auf ein Grundstück. Jetzt können wir doch eigentlich bauen?

Fertig geplant – endlich kann es losgehen!

Auf dem Weg zu "unserem" Bagger, der die Baugrube aushebt.

Aber, oh Schreck, für so einen Hausbau braucht man neben guten Architekten auch noch Material und Handwerker. Mit dem Rohbauer haben wir schon mal irgenwie Glück: dem springt gerade „rechtzeitig“ ein anderer Bauherr ab, so dass wir ganz spontan ziemlich genau sechs Monate nach Zuteilung des Grundstücks (was ja noch lange nicht der Kauf war, wie wir lernen durften) anfangen können zu bauen.

Der Erdbauer hat uns ein Loch gegraben, in dem jetzt schon der Keller entsteht!

Das heißt, erst einmal müssen sich Erdbauer und Rohbauer einig werden, wer irgendwo noch eine Palette Rohre beisteuern kann und mehr solche Dinge, um (siehe Materialknappheit …) überhaupt irgendwas bauen zu können. Und dann geht es los – unser Erdloch entsteht!

Ein Kind überwindet den Bauzaun ...

Keller sind meist aus Beton, also informieren wir uns, wie man Recyclingbeton einsetzen kann. Leider gibt es aber noch keinen Anbieter, der sowas bis zu uns liefern würde (der nächste ist in Stuttgart und Umgebung tätig). Bringt auch nicht sehr viel, aber zumindest ein wenig Ressourcen könnte man so schon schonen – also, wer die Chance hat, soll das machen, mit dem recycleten Beton!

Ein Kind erforscht das Erdgeschoss des Rohbaus

Faszinierend schnell entsteht in dem Erdloch nun Stück für Stück der Rohbau unseres neuen Hauses. Jedes Mal, wenn wir auf der Baustelle vorbeikommen, ist das Haus ein Stückchen gewachsen. Schon bald steht das Erdgeschoss und will natürlich erforscht werden!

Kleine Pause: Urlaub in Schweden!

Weites Wandern mit Familie in Schweden

Den Aufbau des oberen Stockwerks verpassen wir komplett. Das liegt nicht nur an der Rohbau-Geschwindigkeit, sondern auch an unserer Wanderlust. Dieser bleiben wir auch diesen Sommer treu und fahren trotz Hausbau nach Schweden, in das Jämtlandsfjäll.

Kinder beim Angeln an einem See in Schweden

Dort machen wir – großes Kontrastprogramm! – zwei Wochen Wanderurlaub mit Zelt und Berghütten (natürlich ohne Flugzeug!). Die letzten Jahre waren wir im Sommer meist in Norwegen, aber in Schweden wandert es sich genauso gut!

Über den Grat auf Storsylet im Sylarna Gebirge in Schweden

Und sogar eine schöne Grat-Kraxelei auf den Berg Storsylen (über ‚Templet‘, den Tempel, vorbei an ‚Slottet‘, dem Schloss!) ist mit dabei. Das ist wieder mal sehr sehr schön – und ziemlich glücklich, dass es möglich ist, zwischen all den Corona-Problemen dieser Tage.

Der Rohbau wird fertig

Das Obergeschoss ist fertig!

Als wir zurückkommen aus Schweden, ist das Haus im Grunde schon fertig. Eigentlich fehlt fast nur noch das Dach? Zum Glück hat die Oma uns zwischendurch Fotos vom Baufortschritt geschickt!

Rohbau von innen, von unseren Kindern neugierig erforscht

Auch innen drinnen ist es schon irgendwie wohnlich. Auf eine etwas rustikale Art… aber auch sehr motivierend zu erforschen, als wir aus Schweden zurückkommen.

Unser Haus bekommt ein Dach. Aus Fertigbauteilen!

Das Dach ist dann nochmal spannend mit anzusehen, die Zimmerer-Firma macht nämlich ein Fertigbau-Dach auf unser individuelles Haus. So ist schon nach wenigen Stunden das komplette Dach bei uns „gelandet“.

Das Dach ist da und wir forschen!

Diese Methode, ein Dach zu installieren, ist offenbar mit Abstand am schnellsten. Bezüglich Ressourcen gibt es anscheinend diesmal keine großen Unterschiede. Wegen (schon mal gehört?) Ressourcenknappheit wird das Holz so oder so viel teurer als geplant. Aber immerhin haben wir nach drei Tagen 3D-Puzzle-Action ein fertiges Dach. Rohbau fertig – und danach wird es erst einmal laaangsam, auf der Baustelle.

Wie wir Wartezeit mit Eigenleistungen füllen

Im Haus, noch ohne Fenster

Traditionell werden Fenster offenbar erst beauftragt, wenn die Fensteröffnungen fertig sind und also klar ist, wie groß genau die Teile werden müssen. Holzfenster dauert dieses Jahr laaange. Aber trotzdem, Holzfenster müssen sein – Plastik ist schon genug dran, an so einem Haus. Also, Geduld!

Eine Mauer aus wiederverwendeten alten Ziegelsteinen

Wir haben zum Glück zwischendurch auch immer wieder selbst was zu tun: irgendwann haben wir uns in der Nähe in einem Lager mit gebrauchten Baumaterialien umgeschaut. Und dort schöne alte Ziegelsteine entdeckt. Die sollen zu einer Sicht-Mauer in unserem Esszimmer werden. Davor unser Schwedenofen, ganz romantisch (und ziemlich umstritten, wegen Feinstaub und so, aber wer norwegische Hütten mag, hat da automatisch auch Sehnsüchte :).

Gebrauchte Ziegelsteine säubern - Recycling für die ganze Familie!

Wie viele recyclete Materialien müssen unsere Steine aber erst einmal aufbereitet werden. So investiert die ganze Familie mehrere Wochenenden, um hunderte Ziegelsteine zu schrubben und von altem Beton zu befreien. Immerhin ein gutes Gefühl, zusammen was für unser neues Haus zu tun!

Die Fenster sind da!

Endlich Fenster: unsere schönen neuen Holzfenster sind da.

Mit den endlich eintreffenden Fenstern (nach gut drei Monaten Wartezeit fast ganz ohne Baufortschritt – was für eine gute Übung in Geduld!) kommt dann auch bald der restliche Innenausbau.

Tolle Klettermöglichkeit: halbfertige Treppe!

Die Treppe ist besonders lustig, so lange sie nur halb fertig ist. So kommen unsere Kletter-Kinder im Haus voll auf ihre Kosten. Schade eigentlich, dass der Treppenbauer kein Einsehen hat, und doch noch Stufen dranmachen möchte…

Ein Fußbodenheizungs-Labyrinth

Wir bekommen eine Fußbodenheizung, für die Nahwärme. Sonst hätten wir so eine Luxus-Heizung ja nicht so dringend gebraucht. Aber immerhin gibt sie übergangsweise ein cooles Kinder-Labyrinth her! Drüber kommt der Estrich (der ewig nicht trocknen will, weil die Heizung nicht tut, was sie soll).

Unser kleinster Sohn macht es sich gleich gemütlich auf dem schönen neu verlegten Dielenboden.

Auf den endlich trockenen Estrich bekommen wir schöne nachhaltige Eichendielen obendrauf (erstaunlich geringer Aufpreis, ausnahmsweise mal!). Das ist so gemütlich, dass sich unser kleinstes Kind gleich gemütlich ein provisorisches Kinderzimmer einrichtet. Und, auch ganz praktisch: so langsam gibt es sogar Strom und Wasser im Haus. Und dazu noch so ein ganz erhebliches Selbstbau-Projekt: die Küche!

Abenteur Küchenbau

Pläne für die neue selbstgebaute Küche

Küche? Selbstbau? Haben wir auch noch nicht gemacht. Aber hier geht es uns wieder, wie bei den Fertighäusern ganz am Anfang: all die verschiedenen Konzepte scheinen uns irgendwie teuer, komisch, unehrlich, oder umständlich. Natürlich haben wir auch ein etwas spezielles Layout vor Augen… da das Küchenfenster unsere schönste Natur-Aussicht bietet, soll es ein großes Sitzfenster werden. Und drumrum die Küche. Spannend.

Gebrauchte Baudielen von auf dem Container

Da muss doch ein Projekt draus werden! Also entschließen wir uns auch hier zu gebrauchtem Material. Und besorgen uns aus der Nachbarschaft (Kleinanzeigen) jede Menge gebrauchte Baudielen.

Gebrauchte Baudielen werden herangeschafft

Das klingt übersichtlich, mit den Dielen. Aber 200 laufende Meter in einem geliehenen Transporter mit nur 3 Meter langer Ladefläche verstauen ist eine Herausforderung. Wir rücken mit unserer stabilen Tischkreissäge an und sägen erst einmal ziemlich viele dicke Bretter in zwei Teile. Dass Holz auch schwer ist, lernen wir dabei, vor allem weil wir jede einzelne Diele vorher vom Dach eines Containers runterwuchten müssen.

Altes Holz bürsten mit Bürstenschleifer und Bohrmaschine und abschleifen

Glücklich im Besitz von jeder Menge Holz überlegen wir sodann, wie das nun am besten hübsch gemacht werden kann. Alte Schalung und Gerüstbau-Bretter sind vor allem total staubig und voller Beton. Also her mit einem wirklich breiten Bürstenschleifer und her mit ganz viel Schleifpapier für unsere Schleifmaschine.

Das alte Holz wird durch das Bürsten richtig schön

Und wieder gibt es Arbeit für die ganze Familie – eine(r) bürstet, eine(r) schleift, eine(r) bürstet mit einer alten Bohrmaschine die Kanten hübsch. Und zwischendrin wollen immer wieder jede Menge Bretter hin- und hergewuchtet werden. Alles zusammen eine ziemlich staubige Angelegenheit. Wie gut für unsere Lungen, dass die Corona-Zeit massenhaft gute Masken mit sich gebracht hat!

Selbstgebaute Küche mit gebrauchten Baudielen

Es folgen einige Tage frenetischer Küchenbau-Tätigkeit mit jeder Menge learning by doing. Schon spannend, mit nur so einem groben Plan im Kopf eine ganze Küche zusammenzuzimmern. Und nebenbei erst einmal zu lernen, wie zum Beispiel so eine Oberfräse überhaupt funktioniert. Macht aber Spass!

Die gebrauchte Küche

Eine alte Einbauküche wird zurechtgestutzt

Wobei wir leider ja auch noch eine zweite Küche bauen müssen, für die Mietwohnung. Hier nehmen wir unsere alte Küche aus der Mietwohnung, um Müll zu vermeiden, da der Vermieter uns leider zwingt, diese bei sich herauszureißen. Das ist nicht sehr effizient, aber auch wieder lehrreich.. wer wollte nicht schon mal einen fertigen Küchenschrank um 10 cm einkürzen…

Gebrauchter Herd in der neuen Recycling-Holz-Küche

Auch ein bisschen weniger Spass macht es, gleich zweimal Spülmaschine, Kühlschrank und Herd zusammenzufinden. Unsere erklärte Philosophie ist weiterhin, möglichst viel Gebrauchtes in unser Haus einzubauen. Allerdings ist es deutlich zeitraubender, gute gebrauchte Küchengeräte aus den örtlichen Kleinanzeigen zu finden, als aus einem Katalog.

Die fertige umgezogene Einbauküche

Dafür ist es dann sehr befriedigend, wenn tatsächlich in der selbst gebauten Küche auch all diese zusammengesuchten Dinge funktionieren und zusammenspielen. Wobei der Kühlschrank aufgrund enormer Fortschritte beim Stromverbrauch dann doch ein neuer wird. Dafür bekommen wir eine super sparsame Gefriertruhe gebraucht – Glück gehabt!

Photovoltaik

Photovoltaik mit jeder Menge Saharastaub

Schnell schnell kommen noch die Solaranlage aufs Dach und gerade noch rechtzeitig die Wechselrichter zu uns (siehe Materialknappheit ;). Wir haben uns für die maximal mögliche Fläche entschieden – bringt uns zwar wirtschaftlich nix, ist aber öko-mäßig sicher am besten.

Zwei Wechselrichter, auf die man 2022 lange warten kann

Dafür keine Batterie, die ist nämlich derzeit (2022) öko-mäßig noch keine Empfehlung (wenn auch verlockend). Und übrigens: das Dach ist ein toller Platz für eine Kletter-Familie, besonders, da unser Bebauungsplan nur 15 Grad Dachneigung erlaubt und da man von unserem Dach aus sehr schön die Berge von Nordschweiz und Vorarlberg sehen kann. So schön!

Umzug: Im neuen Haus!

Das Hochbeet zieht um!

Und irgendwann, irgendwann (knapp als erste im Baugebiet 🙂 ) steht der große Tag an: Umzug! Das Haus ist zwar nicht nicht wirklich fertig, aber gerade so fertig genug zum komfortablen drin wohnen. Wie jedes Mal beim Umziehen sind wir mehr oder minder entsetzt bis empört, was wir schon wieder alles für Zeug angesammelt haben. Aber die diverse Ausrüstung braucht eben auch ihren Platz (und, ja, unser schönes Balkonbeet zieht natürlich auch mit um!).

Das Umzugsauto vor unserem neuen Zuhause wird interessiert von den Kindern beobachtet

Jedenfalls verschätzt sich das Umzugsunternehmen gründlich, wie lange sie für Verpackung und Transport so brauchen dürften. Und so sind wir zusammen nach einem ziemlich langen Tag irgendwann nach 21 Uhr total erschöpft – die Profis genauso wie wir. Und wir wohnen im neuen Haus – genau ein Jahr und eine Woche nach Baubeginn. Wie schön!

Zeit für Abwechslung: Wandern in Norwegen!

Unsere Familie auf dem Gletscher - gleich doppelt!

Auch schön: wir entscheiden uns (wieder trotz Hausbau) im Sommer, gleich nach dem Umzug, wieder für weitwandern in Norwegen, mit Zelt und Hütten, wie wir das mögen.

Wandern in Norwegen mit einer befreundeten Familie

Start ist diesmal in Jotunheimen, dann nach Süden bis zur Hardangervidda und dort einmal kurz auf den berühmten Gletscher.

Ein Badesee mitten in Norwegen

So warm wie dieses Jahr hatten wir es die letzten 10 Jahre nicht – Klimaerwärmung? Umso sinnvoller, dass unsere Hin- und Rückreise wieder sehr schön mit Zug und Fähre stattfinden, wie mittlerweile immer. Besonders freuen sich die Kinder dabei immer wieder, ein spannendes großes Schiff zu erforschen.

Unterwegs in der Weite des Norwegischen Fjell

Alles zusammen wieder ein sehr schön gemütliches Unternehmen für unsere Familie gemeinsam, und wieder einmal sehr toll, das weite Wandern im Norden.

Entdeckungs-Räume

Mit Schwerlastankern und Statikseilen wird der Luftraum ausgenutzt

Innen drinnen am Wichtigsten für unser Kletter-Kinder-Haus: unsere Architektin hatte die schöne Idee, unseren Lichthof / Luftraum (6 m2 Luxus) mit einem Netz zu versehen statt mit einem Geländer.

Karlson... aehm, Kinder, vom Dach

So ist das jetzt eine super Riesen-Hängematte. Und drüber ist das Dachfenster, durch das wir auf unser schönes Dach kommen wollen. Das ist nämlich, brav nach Bebauungsplan, mit 15 Grad Neigung fast flach. Und von dort aus sieht man bei gutem Wetter jede Menge schweizer und österreichische Alpen.

Netz über dem Luftraum - ein toller Indoor-Spielplatz!

Also muss da noch mal ein Netz direkt drunter, und dazwischen eine Strickleiter. Und natürlich brauchen wir eine Schaukel. Und eine Klimmzugstange. Und… fertig ist das Affenhaus! Oder: ein super Bewegungs-Raum für die ganze Familie.

Nische und Netz über dem Kinderzimmer erweitern den Raum

Und dazu hat nun jedes Kind ein eigenes Kinderzimmer. Da die (Effizienz, und Ressourcen sparen!) Kinderzimmer recht klein sind, bekommen sie als „Nische“ noch den Raum über dem Bad dazu. Einerseits ist das ein praktischer Schlafraum. Und andererseits bewährt es sich sehr als gemütlicher Rückzugsraum für unsere Kinder.

Ums neue Haus

Vater und Tochter befestigen eine Lampe

Es folgen weitere Baustellen: Lampen, Dekor, und (mal wieder ziemlich viel mehr zeitaufwendig, als man so denken würde) der Garten!

Kinder beim Gartenbau

Sehr schön, so ein Garten, wenn auch klein – und jetzt wissen wir auch, warum Gartenbauer so viel Geld für ihre Arbeit haben möchten. Abgesehen davon, dass auch mal wieder keiner so recht Zeit hatte für uns.

Die Kinder bauen einen Weg aus alten Backsteinen

Aber für eine Outdoor-Familie ist so ein Garten ja zumindest ein schöner Arbeitsplatz. Und so schippen, meißeln, basteln, modellieren wir etliche Monate lang am Garten hin und her.

Zurück vom Einkauf in der Baumschule mit Fahrradanhänger

Und wir lernen was über Büsche und Bäume. Zum Beispiel, dass unsere beiden Apfelbäume sich leider beide nicht gegenseitig befruchten können. Also schnell noch ein passender dritter dazu gepflanzt – mal sehen, ob es was bringt? Zum Glück gibt es ganz in der Nähe eine spannende Baumschule – ein Erlebnis für die ganze Familie!

Ein Kind schippt einen Haufen Kies in eine Schubkarre

Und wie verarbeitet man eigentlich 35 Tonnen Kies? Oh ja, das geht tatsächlich auch mit Schaufel und Schubkarre, wenn man sich etwas Zeit nimmt.

Der Hügel mit Mutterboden wird von den Kindern bearbeitet

Und was passiert mit dem Erdhügel vom Erdbauer? Der muss natürlich bleiben. Das ist einfach der beste Kinderspielplatz von allen (obwohl zwei richtige Spielplätze auch nur 100 Meter entfernt wären?!), und so als „schweizer Käse“ wirklich ein Hingucker ..

Blick ins Haus in der Abenddämmerung

Was fehlt noch? Carport, ein paar Sockelleisten, ein paar letzte Lampen – alles nicht eilig, jetzt wird erst einmal durchgeatmet. Ziemlich klar: wir fühlen uns wohl im neuen Haus und drum herum. Und es war gut, mit Architekten zu bauen: wir hatten ein gutes Jahr als Bauherren (und Damen), und wir haben jetzt ein gutes Haus für uns zum Wohnen!

Feuer in der Feuerschale und glückliche Kinder vor dem Haus

Und als Mieter haben wir eine nette vierköpfige Familie gefunden (aus mehr als 300 Bewerbungen, Wahnsinn!), die (unsere Tochter ist begeistert) sogar Tiere hat. Und wir haben viel gelernt. Und wir sind zusammen und zufrieden. So ein Luxus! Was kann man mehr wollen? Danke.

Und jetzt ab, nach draußen!!


Noch ein paar Eindrücke vom Hausbau

 
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provisions-/Werbe-Links. Bei Einkäufen über einen solchen Link bekomme ich eine Provision, der Kaufpreis ändert sich dadurch nicht. Wichtig dabei: wir bewerben nur positiv, was wir auch wirklich gut finden!

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Zeit zu Hause https://www.outdoorfamilie.de/zeit-zu-hause/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=zeit-zu-hause https://www.outdoorfamilie.de/zeit-zu-hause/#respond Sat, 09 Apr 2022 16:23:24 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2950 Nachdem wir uns jetzt zwei Jahre erfolgreich im Wald versteckt haben, hat DAS Virus (als gäbe es nur ein Virus überhaupt) uns doch noch gefunden. Also zu Hause bleiben mit drei Kindern, einem Virus, der Website des Gesundheitsamts (wer kann sich schon all die Regeln zur Absonderung/Quarantäne/Isolation merken) und der […]

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Ein Kind zieht sich auf den Balkon zurück. Mit Flagge der Ukraine und Spektiv

Nachdem wir uns jetzt zwei Jahre erfolgreich im Wald versteckt haben, hat DAS Virus (als gäbe es nur ein Virus überhaupt) uns doch noch gefunden. Also zu Hause bleiben mit drei Kindern, einem Virus, der Website des Gesundheitsamts (wer kann sich schon all die Regeln zur Absonderung/Quarantäne/Isolation merken) und der Befürchtung: Am Ende sind alle wieder gesund und die Familie ist zerrüttet. So oder so ähnlich, habe ich mir Quarantäne in unserer Wohnung ohne Garten vorgestellt.

Kinder spielen Keyboard und basteln am Tisch

Stattdessen haben die Kinder ihre besten kindlichen Qualitäten gezeigt, nämlich total kompromisslose Anpassungsfähigkeit. „Upps, nur zu Hause sein? Na gut!“ und dann sind sie verschwunden im Land der Hörbücher, in halbe Tage füllenden Rollenspielen und im Bastelfieber. Hausaufgaben und Keyboard üben waren nur Nebensache. Und Anfragen zum Fernsehen haben wir „kleingehalten“ (so geht die Zeit natürlich auch rum, aber naja der Idealismus …). Hier jetzt eine sehr persönliche Auswahl der schönsten Beschäftigungen:

Blick durch ein Spektiv auf einen blühenden Baum und eine einzelne Blüte

Die Indoor-Schnitzeljagd in unserer Wohnung (hatten wir auch schon mal in Outdoor) hat sich unsere Tochter für mich ausgedacht. Es war ihre Idee, der Mama vier Aufgabenzettel in der Wohnung zu verstecken. Als Belohnung durfte ich dann eine Schnitzeljagd für sie vorbereiten. Das war erstaunlich einfach. Und da unser großer Sohn dann auch eine machen wollte, habe ich hier ein paar Aufgaben für Kinder im Lesealter und solche, die noch nicht Lesen können. Mit Lesen ist natürlich ein bisschen leichter. Aber so zu Hause hat man ja auch Zeit für Kreativität.

Dynamischer Handstand im Wohnzimmer

Unsere Auswahl an Aufgaben

  • Was siehst du durchs Fernrohr (gut, wenn man gerade ein neues Spektiv bekommen hat)
  • Rechne doch mal die Augenzahlen der Würfel zusammen (natürlich 10 mal mindestens)
  • Lies diese Seite in Buch und beantworte folgende Frage
  • Hänge dich 1min an die Klimmzugstange
  • Den Tisch in der Küche abwischen (nachdem das Chaos auf dem Tisch eh von Schnitzeljäger selbst verursacht war)
  • Mit der Waage eine bestimmte Menge abwiegen (am besten irgendwas, was man eh zum Mittagsessen braucht), oder eben herausfinden, wie schwer das Lieblingskuscheltier ist
  • Mache einen Handstand
  • Hüpfe 1min auf der Hüpfmatte/dem Sofa herum
  • Baue folgendes „Gebäude“ mit den Bauklötzen nach
  • Spiele ein Lied auf dem Keyboard
  • Male ein XYZ
    ….
    (Viele der Aufgaben wirken eher abschreckend pädagogisch. Aber die Kinder haben sich einfach gefreut, Aufgaben zu bekommen 😉 und sie tatsächlich alle gemacht)
Spannende Bauklotz-Bauwerke in der Quarantäne-Zeit

Zum Thema nice-to-have in Corona-Quarantäne
Klimmzugstange – wir haben eine ganz einfache. Aber seit wir nur zu Hause sind, gibt es jeden Tag einen Klimmzugwettbewerb. Außerdem springen die Kinder auch so gern dran und schwingen hin und her.
Eine Turnmatte für Purzelbäume, Handstandübungen oder nur als „Kampfarena“, um mal wieder richtig zu ringen und klar zu stellen, WO das erlaubt ist.
Die besagte Hüpftmatte ist auch ganz empfehlenswert. Aber wie gesagt, je nach Alter das Sofas …

Kinder spielen zusammen ein Brettspiel

Und eine Sammlung von Spielen. Wir haben jeden Nachmittag eine Runde gespielt. Natürlich auch die Klassiker Kniffel, Schach und Vier-Gewinnt. Aber auch coole neuere Kinderspiele, die wir unseren guten Freunden verdanken. Am dritten Tag unserer Zuhausezeit kamen Sie mit einem schönen Stapel Spiele, die ich hier wirklich empfehlen kann:

Brettspiel mit zwei Familien mit Video-Konferenz
Brettspiele lassen sich auch per Videokonferenz mit Freunden in der Ferne spielen!

  • Kingdomino und Dragomino – mit Dominokarten richtige Welten bauen und dabei Punkte sammeln. Beide Spiele ähneln sich vom Material – nämlich den Dominokarten mit verschiedenen Landschaften. Aber das Prinzip ist doch so verschieden, dass wir beide Spiele nacheinander mehrmals gespielt haben und die Kinder im Anschluss mit den Karten noch mindestens 2h ihr eigenes Spiel erfunden haben. (Das war super, dann da konnte auch unser 4jähriger schon gut mitmachen)

  • Magic Maze – Kooperatives Spiel für die Kinder, bei dem man während des Spielens immer mehr Regeln lernt. Das Spielprinzip ist auch überraschend einfach, dafür dass es quasi ein Adventure-Spiel ist. Aber leider verschwindet das Interesse am Spiel, wenn man ersteinmal alle Regeln gelernt hat, auch schnell.
  • In Corona-Quarantäne und Isolation übernachtet man schon auch mal auf dem Balkon
    Wenn es drinnen zu eng wird, kann man auch schon mal auf dem Balkon übernachten!

  • Logi-Geister fand ich auch vor allem gut, weil das Spielprinzip überraschend anders ist. Die Kinder müssen mit Zahnrädern eine Geisterbahn reparieren, so dass sich alle Geister am Ende drehen. Mit einem Würfel und Autos, die am Rand der Schachel entlangfahren, werden Zufall und Wettbewerb mit ins Spiel gebracht. Der Kleine hat sich ohne Gegner mit viel Ausdauer die Zahnradlogik erschlossen und einige funktionierende Geisterbahnen aufgebaut.

  • Und da wir schon beim Thema Logik und Alleine spielen sind, kann ich noch Chaos auf der Koppel empfehlen.
  • Buntes Blumenbeet auf dem Balkon
    Balkon-Blumenbeet – auch sehr empfehlenswert!

    Und noch ein Tipp zum Schluss, wenn schon so viel gebastelt und gemalt wird, können die Kunstwerke an Omas, Opas, Tanten, Onkel, Freunde als Brief versendet werden. Und dann geht es irgendwann auch wieder raus, ins Freie!!

     
    Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provisions-/Werbe-Links. Bei Einkäufen über einen solchen Link bekomme ich eine Provision, der Kaufpreis ändert sich dadurch nicht. Wichtig dabei: wir bewerben nur positiv, was wir auch wirklich gut finden!

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    Gletscher mit Kindern: Eis-Abenteuer Steingletscher https://www.outdoorfamilie.de/gletscher-mit-kindern-abenteuer/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gletscher-mit-kindern-abenteuer https://www.outdoorfamilie.de/gletscher-mit-kindern-abenteuer/#comments Sun, 14 Nov 2021 16:55:01 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2894 Wir haben entschieden: unsere Kinder sind reif für den Gletscher! Für das erste Gletscher-Abenteuer mit Kindern suchen wir uns bewährtes Übungsgelände: der Steingletscher soll es sein. So macht sich unsere Alpenvereins-Kindergruppe Freitagabend auf den Weg zum Hotel Steingletscher. Drei Familien, zwei Übungsleiter, wir sind bereit für Berg und Gletscher! Am […]

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    Kinder spielen Brettspiele auf der Hütte.

    Wir haben entschieden: unsere Kinder sind reif für den Gletscher! Für das erste Gletscher-Abenteuer mit Kindern suchen wir uns bewährtes Übungsgelände: der Steingletscher soll es sein. So macht sich unsere Alpenvereins-Kindergruppe Freitagabend auf den Weg zum Hotel Steingletscher. Drei Familien, zwei Übungsleiter, wir sind bereit für Berg und Gletscher! Am Abend stürzen sich die Kinder aber erstmal auf die zahlreichen Spiele, die es hier auszuleihen gibt!

    Am Morgen: Spiel und Spaß vor dem Hotel Steingletscher

    Nach ruhiger Nacht – wir sind im Lager fast alleine – rennen die Kinder schon vor dem Frühstück gleich wieder energetisch um die Hütte. Gut so, damit essen sie vom Frühstücksbuffet alle ordentliche Portionen, die hoffentlich ein Stück weit über den Tag reichen werden. Wir haben ja viel vor heute!

    Auf den Gletscher

    Erste Schritte der Kinder auf dem Gletscher

    Der Tagesplan ist ganz einfach: vom Hotel zum Parkplatz, auf den Gletscher, den Kindern alles beibringen, was wichtig für Spiel, Spaß und Uberleben auf dem Gletscher sein könnte, und einen schönen Tag genießen! Nach kurzem Anmarsch zum unteren Ende des Gletschers ist unsere Truppe kleiner Leute sofort begeistert. Mit Steigeisen, Grödel, Pickel richtig auf dem Gletscher – das ist neu und aufregend!

    Die Kinder sind begeistert vom Gletscher - aber wo geht es hier weiter?

    Auch für die Erwachsenen ist es hier interessant: am Steingletscher ist die Gletscherschmelze sehr sehr deutlich zu sehen. Und so sieht dieser Gletscher im Gegensatz zu früher auch für uns mittlerweile aus wie ein Hindernisparcours. Interessante Frage, wie man möglichst elegant und sicher überhaupt über die ersten aperen Meter hinwegkommt. Links wartet jede Menge Schotter, rechts warten imposante Spalten, dazu kommt deutliche Steinschlaggefahr aus den Bergflanken – interessant.

    Im Moränen-Labyrinth

    Der apere Gletscher gleicht mitunter einem Schutthaufen, durch den wir einen sicheren Weg für die Kinder suchen müssen.

    Für den Weg nach oben entscheiden wir uns für das Labyrinth aus kleinen und großen Steinen, das im unteren Bereich mittlerweile weite Teile des Steingletschers bedeckt. Prinzipiell wäre das hier nicht weiter schwierig, allerdings ist es ziemlich anspruchsvoll, einen Weg zu finden, der für alle sicher begehbar ist und frei von spontaner Verschüttungsgefahr. Aber: die Sonne scheint, die Stimmung ist gut, und wir haben Zeit. Kein Problem!

    Es ist nicht leicht, einen kindersicheren Weg durch die teils instabilen großen Blöcke zu finden.

    Die Kinder verhalten sich sehr umsichtig und bleiben alle vernünftig auf dem erkundeten Weg. So winden wir uns wie ein langer Wurm durch den eindrucksvollen Haufen Geröll. Teils sind die vom Gletscher rechts und links von unserem Pfad abgelegten Blöcke hier mehrere Meter hoch. Auf diese Weise ist hier ein ganz eigenes kleines Gebirge auf dem Eis entstanden. Und untendrunter liegen spaltige Eis-Schluchten versteckt.

    Große Kinder Eiswand

    Steiles Eisklettern im Vorstieg

    Irgendwann zurück auf dem aperen Gletschereis türmt sich die bekannte Steilstelle vor uns auf. Hier können die Kinder zum ersten Mal ein bisschen Eisklettern ausprobieren. Aber zuerst mal verlegen wir gut 100 Meter Seil durch die „Wand“. So bleibt alles im sicheren Bereich für unsere kleinen großen Kletterer und Kletterinnen.

    Mit Steigeisen und Eispickeln klettern die Kinder die Eiswand hinauf

    Es ist schön zu sehen, wie souverän die Kinder das steile Eis hochkraxeln. Eispickel und Steigeisen verwenden sie, als seien sie schon immer damit herumgelaufen. Und auch ein kleiner klassischer Unfall – ein etwas altmodisches Kinder-Steigeisen tritt plötzlich alleine den Weg zurück nach unten an – wird souverän bewältigt.

    Eindrucksvolle Gletscherspalten gibt es dieser Tage auf dem Steingletscher

    Unterwegs nach oben gibt es direkt neben uns schon wieder einiges zu bestaunen. Insbesondere die imposanten Spalten, die hier auf dem steilen Rücken des Gletschers entstanden sind, laden zum Bewundern ein. Dass dazwischen schon vereinzelt der Fels unter dem abgeschmolzenen Gletscher sichtbar wird, lädt dagegen eher zum Nachdenken ein. Klimaerwärmung ist leider überall.

    Beim Eisklettern gibt es eine Sicherung am Seil mit Rücklaufsperre zur Sicherheit für die Kinder

    Nach und nach pickelt sich die ganze Kinderschar erfolgreich nach oben über das steile Eis. Die Technik haben sie jetzt wohl drauf. Und auch die Moral ist weitgehend noch gut. So nehmen wir dieses Highlight als Höhepunkt des Tages und freuen uns, dass alle oben angekommen sind. Von hier aus gäbe es einen leichten Weg über den wieder deutlich flacheren Gletscher hoch zur Tierberglihütte. Den lassen wir heute weg, da am nächsten Tag ziemlich mieses Bergwetter erwartet wird und wir uns den alpinen Weg nach unten mit Kindern im potentiellen Schneeregen gerne ersparen wollen.

    Steiles Abseilen auf steilem Eis

    Die Eiswand kommen Kinder und Erwachsene durch Ablassen am Seil wieder runter

    Somit steht als nächste Übung auf dem Gletscher an, heil wieder herunterzukommen. Die gut 100 Meter Steilstelle werden Kinder und Erwachsene in kleinen Bündeln (und pendelnd) abgelassen. Auch hier sind wieder alle bei der Sache und zum Teil erweist sich die Aktion als durchaus spannende Koordinationsübung. Und trauen muss man sich das ja auch erst einmal, sich so auf dem Eis ins Seil zu hängen.

    Malerische Landschaft: Berge und See um den Steingletscher

    Ziemlich rasch ist wieder ebener(er) Boden erreicht. Aber wollen wir uns wirklich nochmal durch dieses grobblockige labile Geröllfeld tasten? Wir entscheiden uns für Abwechslung und halten uns bergab weiter links, wo die interessanten Spalten warten.

    Mitten durch die Gletscherspalten

    Auf dem Weg nach unten sind ein paar spannende Gletscherspalten zu überwinden.

    Die durchaus ansehnlichen Spalten im unteren Bereich des Gletschers sind wieder Nervenkitzel pur: Abseilen und Ablassen über eine Kante sind spannend (manchmal fast zu spannend), weshalb wir die Kinder dabei von oben und unten per Seil lenken. Einige Kinder wollen dann aber prompt so tief wie möglich in die Spalten, erkunden, entdecken, mehr Abenteuer! Gletscher können echt vielfältig sein!

    Bis zum Schluss sind die Kinder begeistert beim Gletscherwandern und häufig energetischer als die Eltern

    Am Ende der Schwierigkeiten, die uns der Steingletscher heute bietet, sind die Kinder offenbar immer noch fit. Jedenfalls springen sie die letzten harmlosen Meter über den aperen Gletscher weit voraus. Derweil sind wir Erwachsene durchaus gut bedient mit Abenteuer, Sport und Management. So einfach ist das gar nicht, solch eine lebhafte Kinderbande sicher und zufrieden über einen Gletscher zu geleiten. Aber schön!

    Ein rundes Abenteuer

    Ausgelassen springen Kinder über einen Bach am Fuß des Gletschers

    Und auch am Parkplatz hält die Gruppendynamik die junge Bande wach. Der Gletscherbach bildet hier ein malerisches Delta – das offenbar sehr dazu anregt, über und in kleine Wasserläufe zu springen. Derweil werden für die Kinder Nudeln und für die Erwachsenen Kaffee gekocht, was für eine vernünftige Abrundung für den Gletscher-Abenteuer-Tag!

    Wunderschöne Bergwelt am Steingletscher in der Abendsonne

    Wir haben gelernt: Gletscher mit Kindern ist super. Allerdings braucht es auch wirklich intensive Betreuung, für Kinder wie Anfänger-Eltern. Mehr als drei oder vier Personen sollte ein einzelner Leiter wohl nicht begleiten (und wer sich nicht auskennt, bucht sowieso erst einmal einen Gletscherkurs!). Und mindestens zu zwei zu sein in der Führung von so einer lustigen Gruppe bietet wichtige Flexibilität und Sicherheitsreserven. Kinder und Eltern sind sich einig: das wollen wir wieder tun!

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    Donautal: Kinder-Klettern, Schwimmen, Höhlen forschen https://www.outdoorfamilie.de/donautal-kinder-klettern-schwimmen-hohlen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=donautal-kinder-klettern-schwimmen-hohlen https://www.outdoorfamilie.de/donautal-kinder-klettern-schwimmen-hohlen/#respond Thu, 09 Sep 2021 19:21:09 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2845 Irgendwann kam auch 2021 der Moment: endlich erlauben die Corona-Auflagen wieder Gruppen-Touren! Wie schon letztes Jahr legen wir gleich los und richten die erste Wochenendtour mit unserer Alpenvereins Familiengruppe aus. Mit 18 Kindern und Eltern liegen wir knapp unter die erlaubte Obergrenze. Dass die geplante Hütte coronabedingt noch geschlossen ist, […]

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    Auf dem Campingplatz Wagenburg im Donautal wird das Zelt aufgebaut

    Irgendwann kam auch 2021 der Moment: endlich erlauben die Corona-Auflagen wieder Gruppen-Touren! Wie schon letztes Jahr legen wir gleich los und richten die erste Wochenendtour mit unserer Alpenvereins Familiengruppe aus. Mit 18 Kindern und Eltern liegen wir knapp unter die erlaubte Obergrenze. Dass die geplante Hütte coronabedingt noch geschlossen ist, beheben wir durch spontanes Umplanen. Der schöne Campingplatz Wagenburg in Donautal ist der ideale Ersatz. Los geht’s!

    Kinder erforschen wilde Höhlen!

    Ein Kind prusikt am Seil aus der Amanda-Höhle

    Wir können es kaum erwarten, wieder Draußen-Abenteuer zu erleben. Voller Vorfreude reisen die ersten Familie gleich einen Tag früher an und gehen schon mal Wandern oder erkunden die Höhlen der näheren Umgebung. Vater und Tochter schauen sich zuerst die Amandahöhle an. Die Höhle selbst erweist sich als nicht besonders spannend. Dafür haben wir viel Spaß beim Suchen und Finden des Eingangs. Und das Abseilen in die eine große Halle ist auch spannend. Genauso, wie das wieder hinaufprusiken danach eine gute Übung ist.

    Ein Kind zwängt sich durch die engen Schlurfe der Beilsteinhöhle

    Die Übung ist sogar so gut, dass wir uns als nächstes lieber eine Höhle ohne Seiltechnik aussuchen. Die Beilsteinhöhle klingt da recht vielversprechend. Dank der unüblich reichlichen Beschilderung am Wanderweg ist sie leicht zu finden. Dafür wird es drinnen schnell interessant. Kinder haben in dieser Höhle einen riesen Vorteil: sie passen um alle Ecken herum! Für Erwachsene ist die Höhle dagegen ziemlich sportlich eng. Aber um so schöner, denn: Wo niemand hin kommt, wird auch wenig zerstört!

    Kinder klettern Kletterfelsen!

    Grillen am Campingplatz Wagenburg

    Gegen Nachmittag kommen langsam alle teilnehmenden Familien auf dem Campingplatz an. Das ist erst einmal Anlass für ein kleines Grillfest. Praktischerweise gibt es Grills zum Ausleihen direkt beim Campingplatz.

    Ein Kind klettert am Stuhlfels im Donautal

    Aber wir wollen doch eigentlich klettern! Deshalb machen sich gleich nach dem Abendessen (es ist schon ziemlich spät) alle „großen“ Kinder und energetischen Erwachsenen auf den Weg zum nächsten Kletterfelsen. Das ist der sogenannte Übungsfels am Stuhlfels. Oft herrrscht dort viel Gedränge. Nicht so an diesem Abend – und so unter uns ist es noch viel schöner. Die Kinder wollen alle klettern, und gar nicht mehr aufhören, die Routen am Fels zu erstürmen. Zum Campingplatz schaffen wir es nur noch knapp vor Einbruch völliger Finsternis.

    Sonnige Kinder-Kletterei am Stuhlfels im Donautal

    Am nächsten Tag gehen gleich alle nochmal zum selben Fels. Dieses Mal auch die „kleinen“ Kinder. Systematisch erklettern klein und groß alles, was es dort zu klettern gibt. Insbesondere am Vorsteigen sind die Kinder sehr interessiert und feuern sich dabei gegenseitig an. Die Wand bietet nur wenige Sicherungen für voraussteigende Kinder. Deshalb helfen wir mit selbstgemachten Sicherungspunkten in der Wand (am einfachsten: ein zweites Seil!) nach.

    Kletterer drängen sich am sonnigen Fels

    Am Nachmittag wird es dann voller und heißer an „unserer“ Wand. Deshalb besuchen wir zuerst den Stuhlfels-Gipfel, um als nächstes auf der anderen Seite wieder bergab ins schattige Felsen-Paradies zu wechseln.

    Schön schattiges Kinderklettern an der Westseite des Stuhlfelsens

    Hier auf der Westseite ist viel weniger los, und auch der natürliche Sonnenschutz ist heute hochwillkommen. Die Wand ist etwas steiler. Trotzdem klettern Kinder und Erwachsene auch hier gerne und ausdauernd. An einer so steilen Wand kann man aber vor allem auch super „schwingen“ – das eigentliche Highlight für viele Kinderherzen. Zeitweise ist unser Kletterfels großteils zur natürlichen Riesenschaukel umgebaut. Auch das ist gutes Training für Koordination und Vertrauen in das Seil!

    Vom Camping mit Kindern

    Ein Kind mit Neoprenanzug schwimmt in der Donau

    Wenn es nicht ums Klettern geht, organisieren sich die Kinder praktisch selbst. Auf so einem Campingplatz gibt es für Kinder immer was zu tun. Sehr praktisch für Eltern, und sehr passend für so eine Kindergruppe. Mal wird geschwommen (etwas kühl gerade in der Donau, für längeres Baden bietet sich heute ein Neoprenanzug an), am Bach geplanscht, Eis gegessen, Versteck gespielt. Und mal schlendern die Kinder auch einfach so über den Campingplatz und schauen sich alles an. Große Begeisterung und sehr ausdauerndes Zuschauen hat dabei auch ein Angler am Rand des Geländes ausgelöst – offenbar ein faszinierendes Thema, dieses Fische fangen!

    Ein Kind klettert am Brückengeländer

    Wie meistens geht die gemeinsame Zeit so verflixt schnell rum. Und irgendwann Sonntagabend, nach einem erfüllten Wochenende, ist schon die Abschiedsrunde an der Reihe. Schön, dass wir trotz Corona endlich auch mal wieder eine Alpenvereins-Kindergruppen-Unternehmung machen konnten! Mit Kindern in der Gruppe draußen in der Natur Dinge erleben ist doch was vom Besten!

    Ein Donautal Höhlen-Nachschlag

    Kinder als Höhlenforscher in der Scheunenhöhle

    Uns gefällt das so gut, dass wir als Familie ausnahmsweise einfach bis Montag auf dem Campingplatz bleiben – genug Zeit für weitere Höhlen-Erkundungen. Höhlen hat das Donautal um Hausen im Tal herum so einige zu bieten. Heute interessiert uns das Innenleben der Scheunenhöhle (auch eine der „gut“ beschilderten Höhlen). Und tatsächlich, tief drinnen in dieser Höhle gibt es einen Raum, der einer Scheune in nichts nachsteht. Allerdings ist es etwas lehmig dort drinnen … aber das mögen Kinder ja.

    Höhle mit eindrucksvoll hohem Kamin

    Für Erwachsene gibt es – etwas besser versteckt – in der Nähe noch ein deutlich weniger lehmiges Loch zum Anschauen. Besonders schick daran sind die beiden Kirchturm-hohen Kamine. Ob man da allerdings hochklettern sollte? Wir bleiben heute brav beim Schauen. Zumal man in manchen Bereichen auch mal bewusst die Natur in Ruhe lassen soll.

    Schloss Werenwag zwischen Beuron und Hausen im Tal, von der Donau aus gesehen

    Am Ende müssen auch wir letzten Nachzügler uns auf den Weg zurück in den Alltag machen. Der Rückweg nach Hausen im Tal ist sehr malerisch. Sogar die Fahrt nach Hause bietet schöne Aussicht. Und zum Glück ist sie nicht lang. Das geht direkt als Mikro-Abenteuer durch! Wie wundervoll, dass wir solche schönen Wochenenden zusammen haben dürfen.

    Und zum guten Schluss mal wieder ein Sicherheitshinweis: Höhlen erforschen (und auch Felsklettern) bitte nur mit Führer oder mit soliden eigenen Kenntnissen! Viel Spaß!

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    Mikroabenteuer: Höhlen und Wasser vor der Haustüre https://www.outdoorfamilie.de/mikroabenteuer-hohlen-und-wasser/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mikroabenteuer-hohlen-und-wasser https://www.outdoorfamilie.de/mikroabenteuer-hohlen-und-wasser/#comments Wed, 07 Jul 2021 13:11:20 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2785 Wir brechen spontan auf, die Natur der näheren Umgebung zu erkunden. Das haben wir erst mit Corona so richtig gelernt: entdecke, welche faszinierenden Dinge dort draußen vor der Haustüre warten! Heute wollen Höhlen und Bäche erkundet werden, ein kleines Outdoor-Mikroabenteuer. Abenteuer-Zustieg zum Mikroabenteuer Der Weg zu den Höhlen ist zum […]

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    Wir brechen spontan auf, die Natur der näheren Umgebung zu erkunden. Das haben wir erst mit Corona so richtig gelernt: entdecke, welche faszinierenden Dinge dort draußen vor der Haustüre warten! Heute wollen Höhlen und Bäche erkundet werden, ein kleines Outdoor-Mikroabenteuer.

    Abenteuer-Zustieg zum Mikroabenteuer

    Leiter zur Höhle

    Der Weg zu den Höhlen ist zum Teil schon abenteuerlich. So abenteuerlich, dass wir unsere Kinder nur mit angelegtem Klettergurt in die nähere Umgebung um die Höhleneingänge lassen. Wobei diese Höhlen hier innendrin eigentlich weitgehend kindersicher sich. Aber beim Zustieg runterfallen wäre ja auch blöd!

    Steiler Weg zum Höhlen Mikroabenteuer

    Zum Glück finden die Kinder diese Abenteuer-Pfade sowieso viel spannender als einen langweiligen Feldweg oder breiten Wanderweg. Es handelt sich ja schließlich um ein Micro-Adventure! So geht es mal über eine Leiter zum Einstieg, mal mit Hilfe eines Seilgeländers am steilen Hang entlang, und einmal prusiken wir auch erst mal ein Stückchen. Die Kinder sind begeistert!

    In der Abenteuer-Höhle!

    Kinder in der Höhle in einer großen aber sehr flachen Halle

    Innen drinnen haben die kleinen Leute beim hiesigen Höhlentyp eindeutige Vorteile. Die Gänge sind weitläufig und zum Teil nett verzweigt. Dafür sind sie aber zumeist ziemlich erwachsenenfeindlich, mit vielen langen „Schlufen“ (Engstellen).

    Ein Kind verschwindet im Gang einer engen Höhle

    So haben die Kinder ihre wahre Freude, endlich mal was körperliches ganz klar besser zu können als die Erwachsenen. Und sie laufen – bzw. krabbeln – uns mitunter nach Herzenslust davon! Aber wir Erwachsenen wollen uns ja nicht lumpen lassen, und so winden auch wir uns um allerlei scharfe Ecken und durch so manche Körperumfang-testende Engstelle. Wichtig dabei: wer keine Ahnung hat, wie es weiter geht, sollte mit den Beinen zuerst im Loch verschwinden – so kommt man im Zweifelsfall dann besser wieder raus!

    Enge Gänge und große Hallen

    Kinder erforschen eine geräumige Halle in einer Höhle

    Zum Glück gibt es auch in dieser Gegend hier und da zwischen den klaustrophobischen Gängen schmucke Höhlen-Hallen. Da halten dann wir Erwachsenen uns gerne zwischendurch auf und strecken unsere ermüdeten Rücken.

    Halle in einer Höhle in mystischem blauem Licht, mit Höhlenforschern

    Aber es ist auch wirklich unumgänglich, zwischendurch viel herumzukriechen. Hier ist ein richtiges Höhlensystem, mit mehreren Eingängen. Und das muss ja einfach erforscht werden! (Dank an die richtigen Höhlenforscher, die all den Lehm aus den Gängen gekratzt haben!)

    Höhle: Spielplatz für Forscher

    Blümchen unter Tage in der wilden Höhle

    Zum Glück lässt sich in den etwas größeren Hohlräumen / Hallen auch ohne Herumkriechen so allerlei unternehmen. So gibt es kurz unter der Erdoberfläche trotz Dunkelheit noch hier und da interessant gewachsene Botanik.

    Viele kleine Lehm-Tierchen in der großen Höhle

    Und unsere Kinder kommen ziemlich schnell auf die Idee, dass auch der viele Lehm unbedingt genutzt werden sollte. Und so entsteht nach und nach so nebenher ein ganzer Zoo mit lustigen kleinen Lehm-Tierchen (wer sie findet, schicke uns doch mal eine kleine Nachricht :).

    Mutige Kinder

    Ein Kind spielt Höhlenforscher

    Aber am wichtigsten bleibt auch den Kindern in den Höhlen das „Forschen“. Trotz mancherlei Urängsten ist das Bekriechen unbekannter Gänge offenbar von klein auf unwiderstehlich.

    Kinder suchen zusammen den Weiterweg in engen Gängen der Höhle

    So entwickeln die Kinder auch zur Überwindung ihrer Ängste allerlei Strategien: unser Mädchen macht gerne Videos und kommentiert dabei die Lage („schön eng hier, man kann sich nicht so recht bewegen, aber gut“ …). Und unser größerer Sohn macht zwischendurch strategische Pausen, gerne auch Kuschel-Pausen, und wartet, „bis der Mut wieder kommt“.

    Ein Kind entdeckt einen Schacht in der Höhle: faszinierende Mikroabenteuer!

    Und dass man, wenn es überraschend doch mal steiler wird, zuerst die Hilfe eines Erwachsenen anfordern soll, funktioniert auch erfreulich gut. Womöglich ein netter Nebeneffekt des doch vorhandenen Respekts vor dieser Höhlen-Welt. Tatsächlich haben wir hier in unserem Microadventure-Paradies allerdings bisher noch keine zwingende Abseilstelle gefunden (wie z.B. hier, wo wir auch neulich vorbeigeschaut haben – noch so ein Abenteuer!).

    Vorsicht!

    Eingang zu einer unbekannten Schachthöhle

    An dieser Stelle auch nochmals die übliche wichtige Warnung: in eine Höhle (zumal mit Kindern) sollte man nur reingehen/kriechen/schwimmen/tauchen (aehm), wenn man sich damit gut auskennt. Und es müssen zumindest mehrere Lichtquellen pro Erwachsenem und warme Kleidung und Helme dabei sein. Und Respekt und Vorsicht sollten mit, in eine Höhle, und es ist bitte nichts hinein- oder herauszutragen. Gestattet ist das Ganze vom 01.04.-31.10., die restliche Zeit über sollen die Fledermäuse als eigentliche Höhlenbewohner ihre Ruhe haben dürfen!

    Von der Höhle ins Licht

    Höhleneingang mit strahlender Sonne und Grün

    Noch ein genialer Effekt, der immer wieder auftritt bei Höhlen-Abenteuern: nach ein paar Stunden in der faszinierenden Höhlen-Welt ist auch das Rauskommen toll: so viele Gerüche, Farben, Geräusche, Wind und Wärme bemerken wir sonst nie – wenn wir nicht gerade aus der ewig dunklen Tiefe steigen. Übrigens sind wir weiter neugierig: wenn sich jemand mit den hier abgebildeten Höhlen auskennt und mit ihrer Geschichte, bitte gerne melden (E-Mail im Impressum)! Wir würden sehr gerne mal erfahren, wo wir da überhaupt herumgekrochen sind (und wir würden auch freiwillig mal etwas weiteren Lehm mit abbauen helfen kommen).

    Wasser-Spielplatz Mikroabenteuer

    Spielen am See und Balancieren übers Wasser

    Hier gibt es neben den Höhlen viel wunderschön lebendiges Natur-Kontrastprogramm. Zum Ausgleich für die Unterwelt besuchen wir im Oben ein paar wunderhübsch verwunschene Seen, Bächlein und Balancierbäume. Diese grüne Wildnis ist ein guter Ort, die Seele baumeln zu lassen.

    Kinder überqueren einen Fluss

    Und auch fast so etwas wie eine Flussquerung lässt sich hier bewerkstelligen. Natürlich ganz authentisch, mit der gebotenen Sicherheit (Wanderstock!). Aber, kaaaalt ist das Wasser hier!

    Mikroabenteuer ganz nahe

    Ein Kind beim Wandern, gut mit Moos getarnt

    Warum wollen wir überhaupt immer nach Skandinavien? Naja, ok, die Felder und Dörfer 200 Meter weiter, das ist schon etwas, das es dort in den Bergen nicht so dicht gedrängt gibt. Aber wen stört das schon, mitten drin im Mikro-Abenteuer-Paradies?

    So waren wir mittlerweile in kurzer Zeit auch tatsächlich schon drei Mal dort in den Höhlen und Wäldern unterwegs (die Bilder sind entsprechend auch etwas gemischt). Und wir wollen bestimmt wiederkommen – es liegt viel Faszination, in so einem Forschungs-Mikro-Abenteuer!

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    Wildnisabenteuer Balkon-Beet: unser wilder Kinder-Garten https://www.outdoorfamilie.de/balkon-beet-wilder-kinder-garten/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=balkon-beet-wilder-kinder-garten https://www.outdoorfamilie.de/balkon-beet-wilder-kinder-garten/#respond Sat, 03 Apr 2021 14:12:05 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2702 Kinder und Gärtnern passen super zusammen. Im eigenen Beet Pflanzen (und Tiere!) pflegen, beobachten, erntern – das begeistert! Aber nicht alle Familien haben einen eigenen Garten. Wir zum Beispiel nicht. Trotzdem wollen wir auch so einen wilden Experimentier-Platz für Kinder, Pflanzen und Tiere haben. Zum Glück gibt es Balkone. Wir […]

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    Kinder entdecken begeistert das Hochbeet auf dem Balkon

    Kinder und Gärtnern passen super zusammen. Im eigenen Beet Pflanzen (und Tiere!) pflegen, beobachten, erntern – das begeistert! Aber nicht alle Familien haben einen eigenen Garten. Wir zum Beispiel nicht. Trotzdem wollen wir auch so einen wilden Experimentier-Platz für Kinder, Pflanzen und Tiere haben. Zum Glück gibt es Balkone. Wir erzählen, wie das zusammenpasst, und was es zu erleben gibt mit dem Beet auf dem Balkon (oder dem Hochbeet im Garten).

    Aufbau eines Hochbeets

    Ein Hochbeet auf dem Balkon wird gebaut, im Hintergrund eine bepflanzte Obstkiste und Blumenkästen

    Zuerst ist Heimwerken gefragt. Und etwas Planung: wie groß soll das Beet sein? Wir haben mit einer Obstkiste angefangen. 60 x 40 cm klingt nicht viel, hat aber überall Platz und bietet schon viele Möglichkeiten für Pflanzen und Entdecken. Nach einem Jahr Obstkisten-Garten (und dank Corona-Zeit) hatten wir dann aber Lust auf mehr. So haben wir kurzerhand ein ganzes Viertel unseres Balkons zum Garten umgewidmet.

    Balkon-Beet an sonnigem Standort im Abendlicht

    Bei der Wahl des richtigen Standorts ist Verschiedenes zu beachten. Die Stelle darf nicht zu dunkel sein. Und sie darf die Kinder nicht zu gefährlichen Turnereien in der Nähe des Balkongeländers verleiten. Und – so ein Beet mit Erde und Wasser hat auch ein Gewicht. Es sollte also auch eine tragende Wand drunter in der Nähe sein (bei Zweifeln lieber Statiker fragen!). Wir planen unser Beet 2 x 1 Meter groß, das ist auf jeden Fall üppig genug!

    Das selbstgebaute Hochbeet auf dem Balkon wird mit Teichfolie ausgekleidet

    Der Aufbau ist ziemlich einfach. In jede Ecke kommt ein dicker Pfosten, drumherum Bretter, an den langen Seiten evtl. noch eine Verstrebung zur Stabilisierung. Soll das Beet besonders verwitterungsfest werden, wählt man am besten Lärche oder Douglasie (Vorsicht: sibirische Lärche zerstört Urwälder! Und so ein Beet ist auch nicht für die Ewigkeit gedacht, einheimische Fichte, am besten FSC, tut es also auch!). Der Boden existiert schon und sollte wohl „von Natur aus“ unempfindlich für Nässe sein. Damit das Holz nicht gleich verfault und der neu geschaffene Garten nicht in den restlichen Balkon weiter wandert, kleiden wir unser fertiges Beet noch mit Teichfolie aus (kann man auch anders lösen!). Und wer mag, kann problemlos auch das ganze Hochbeet schon fertig erwerben.

    Die richtige Erde für das neue Hochbeet

    Das Hochbeet wird mit Erde befüllt - zuerst Holz-Hackschnitzel für das Wasser

    Eine spannende Wissenschaft ist der optimale Bodenaufbau. Bestimmt gibt es dazu tolle Bücher und Wissenschaft. Wir haben es einfach ausprobiert, mit gutem Erfolg. Unser Rezept: ganz unten eine dünne Schicht Erde (damit die Folie nicht kaputt geht). Darauf großzügig Holz-Hackschnitzel, als simulierte „Wasserader“.

    Etwas Waldboden macht das Hochbeet besonders natürlich

    Dort drauf haben wir dann eine Portion übriggebliebener Pappe (ohne Plastikteile natürlich, und schön zerkleinert) verteilt – ein großer Spaß für die Kinder. Auf die Pappe folgte etwas Waldboden, um gleich möglichst viel interessantes Leben mit zu integrieren (Pilze, Bodenbewohner etc.; da muss natürlich vorher der Waldbesitzer gefragt werden!). Und als oberste Schicht folgen ein paar Säcke torffreie Bio-Blumenerde – fertig ist das Beet!

    Aussaat im Hochbeet

    Frische Pflänzchen im Hochbeet: Radieschen, Karotten, Zuckerschoten und mehr

    Soviel zur Vorarbeit. Jetzt dürfen die Kinder endlich Gärtner sein! So ein Beet auf dem Balkon wird auch von der Wohnung aus (wohl oder übel) ganzjährig recht gut geheizt. Somit kann man darin mutig auch fast das ganze Jahr über alles Mögliche pflanzen und ernten.

    Karotte aus dem eigenen Hochbeet-Garten

    Am üppigsten funktioniert das Pflanzen und Säen für viele Nutzpflanzen so ab April / Mai. Super funktionieren dabei auch bei wenig Raum z.B. Radieschen (klassisch), Zuckerschoten (süße Erbsen, seeehr beliebt bei unseren Kindern!), kurze Karotten (sie nennen es „Süßstengel“, wächst allerdings nur so groß, wie das Beet tief ist) und Tomaten.

    Vielfalt im Hochbeet

    Himbeeren, Brombeeren, Johannesbeeren für das neue Beet

    Auch für Obst ist unser kleiner Hochbeet-Garten gut. Im Sinne von Bio- und Permakultur wird es ja sowieso immer moderner, vielfältig anzubauen. So haben wir eines Tages auch Himbeeren, Brombeeren, ein paar Erdbeeren und Walderdbeeren und einen kleinen Johannesbeerstrauch eingepflanzt. Im ersten Jahr gibt es davon noch nicht sehr viele Früchte, trotzdem viel Begeisterung. Und den ersten kalten Winter hat das Obst nun auch gut überstanden. Wir sind gespannt auf die neue Erntezeit!

    Eine Art Permakultur auf dem Balkon!

    Im Laufe des Sommers wird unser Beet immer vielschichtiger und abwechslungsreicher und für die Kinder (und Eltern) immer spannender zum Entdecken. Das Anpflanzen in mehreren Etagen (z.B. in Bodennähe Kräuter, drüber Karotten, Erdbeeren, usw., noch weiter oben Sträucher aller Art) funktioniert gut und macht die wenigen Quadratmeter noch viel wertvoller für die menschlichen und tierischen Nutzer. Auch wenn wir keine Ahnung von Permakultur haben – so ungefähr muss sie doch aussehen!

    Blumen und Pilze im Hochbeet

    Blühende Sonnenblumen auf dem Balkon

    Im Sommer wird unser kleiner Garten dank vielfältiger Bepflanzung (will meinen, fleißigem Säen der Kinder) nicht nur nützlich sondern auch noch eine Augenweide. Ein paar Wildblumen in einer Ecke, zwei oder drei Sonnenblumen, das sieht fantastisch bunt aus. Und für die schwer bedrängte Welt der Insekten (die wir ja auch selbst brauchen, damit unsere Tomaten etc. bestäubt werden!) sind unsere Blühpflanzen auch gut.

    Ein besonders hübscher Schleimpilz (an einem seiner besten Tage)

    Der Herbst bringt ganz eigene spannende Entwicklungen. Dank des abwechslungsreich angelegten Bodens gedeihen plötzlich verschiedenste Arten von Pilzen in unserem Gärtchen. Besonders ein morscher Baumstamm, den wir mittig im Beet untergebracht hatten, hat es ihnen angetan. Sehr interessant finden wir einen Schleimpilz, der sich tatsächlich jeden Tag verändert – wunderschön, für so einen unhübschen Namen!

    Tierische Garten-Bewohner

    Eine Kolonie Pilze im Hochbeet auf dem Balkon

    Aber auch ganz durchschnittlich aussehende Pilze kommen bei uns zu Besuch. Und – hier im Bild im Hintergrund – eine zunehmende Zahl Weinbergschnecken. Die haben unsere Kinder von irgendwo her eingeschleppt. Und offensichtlich gefällt es ihnen bei uns. So dass sie sich so sehr vermehren, dass zwischenzeitlich ein großes „Auswilderungsprojekt“ ins nächstgelegene ordentliche Gebüsch stattgefunden hat. Ist bestimmt gut für den Artenschutz?

    Weinbergschnecke mit Nachwuchs

    Zum Glück lässt es sich in unserem Beet offenbar gut koexistieren – bis auf Sonnenblumenblätter wurde bisher nichts Wesentliches weggefuttert. Und die Kinder haben ihren ganz privaten Zoo. Mit Tierchen, die garantiert keinen Ärger machen. Nicht mal im Urlaub. Dafür haben unsere Weinbergschnecken-Beettiere auf jeden Fall ein paar grüne Blättchen verdient (essen wohl meist das, was ohnehin schon welkt). Guten Appetit.

    Ein neuer Frühling!

    Die Kinder bereiten das Beet vor für die neue Aussaatt

    Und was passiert im nächsten Frühling? Zuerst mal jäten wir etwas Gras. Das ist den Winter über kreuz und quer im Beet gewachsen. Das „gemähte“ Gras bleibt natürlich im Beet, drauf kommt eine frische Schicht Erde. Und schon kann es wieder losgehen, mit dem Säen. Die Kinder sind nach wie vor begeistert dabei, unser kleines privates Stück Wildnis zu gestalten.

    Neue Saat im Beet

    Es ist dieses Jahr schon früh warm, und so trauen sich die ersten zarten neuen Pflänzchen gleich im März aus der Erde (neue Radieschen, Zuckerschoten, Karotten). Wie schön, unser kleiner Garten direkt vor der Balkontür. Willkommen Frühling, willkommen Natur bei uns zu Hause!

    Hochbeet auf dem Balkon im Abendlicht

    Nachtrag: Nach Covid und nach Auszug aus der Wohnung und Einzug (oder so ähnlich) in einen schönen wilden Garten gibt es „unser Kinder-Beet“ weiterhin. Wie es umgezogen ist (und viele andere Hausbau-Kleinigkeiten), steht in unserer Abenteuer-Haus-Geschichte geschrieben.

     
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    Schaukeln im Kinderzimmer: schöne Schaukel-Varianten https://www.outdoorfamilie.de/schaukeln-im-kinderzimmer-schaukel-varianten/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schaukeln-im-kinderzimmer-schaukel-varianten https://www.outdoorfamilie.de/schaukeln-im-kinderzimmer-schaukel-varianten/#comments Sat, 30 Jan 2021 23:17:07 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2672 Schaukeln macht schlau – habe ich gelesen. Schaukeln macht Spaß – weiß ich aus eigener Erfahrung. Schaukeln macht Ärger – musste ich in letzter Zeit zu Hause lernen. Bei uns gibt es nämlich fast jeden Abend Streit, weil unsere älteste Tochter nur noch mal kurz schaukeln muss, statt ins Bett […]

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    Drei Kinder schaukeln in der Sonne im Grünen

    Schaukeln macht schlau – habe ich gelesen. Schaukeln macht Spaß – weiß ich aus eigener Erfahrung. Schaukeln macht Ärger – musste ich in letzter Zeit zu Hause lernen.

    Bei uns gibt es nämlich fast jeden Abend Streit, weil unsere älteste Tochter nur noch mal kurz schaukeln muss, statt ins Bett zu gehen. Deshalb drohe ich völlig unpädagogisch jeden zweiten Abend damit, die MöglichkeitEN (es sind gleich mehrere) zu schaukeln abzubauen. Es ist eine leere Drohung. Denn ich sehe jeden Tag, dass das Schaukeln unseren Kindern gut tut.

    Hängematte und Schaukel

    Ein Kind ist eingerollt in einer Hängematte im Kinderzimmer

    Eine unserer Schaukelmöglichkeiten ist eine klassische Hängematte, die von einer Zimmerwand zur nächsten gespannt ist. Darunter liegt eine ausgemusterte Schlafmatratze, die schon einige Beulen und blaue Flecken verhindert hat. Die Hängematte ist bei uns:

    • Kuschelort – auch schon mal für die ganze Familie.
    • Schaukelhöhle zum Abschalten und Sich-beruhigen.
    Rolle um die Hängematte
    • Übungsstätte für Roll- und Purzeltraining jeder Art: aus der Hängematte raus, um die Hängematte herum (wie bei einem Reck) oder mit der Hängematte um die eigene Achse. Dass die Hängematte dabei hin und her schwingt, macht es nur spannender, sich daran auszuprobieren.

    Und als Schaukel ist sie unschlagbar. Unsere Kinder sitzen darin und schaukeln, rennen darauf zu und springen hinein und schaukeln, hängen sich nur mit den Armen/Achseln ein und schaukeln, schaukeln, schaukeln.

    Sitz-Schaukel-Hängematte

    Drehwurm in der Schaukel-Hängematte

    Die zweite Möglichkeit zum Schaukeln ist eine Hängematte, die mit Karabinern an einem Statikseil befestigt ist und als „Hängesack“ nur wenige Zentimeter über dem Boden schwebt, von den Kindern erfunden. Zum klassischen Schaukeln eignet sich das nicht so gut. Aber leichtes Hin-Und-Her-Schwingen in einer kuscheligen Höhle kann man damit gut. Und noch besser sich Eindrehen und dann wild im Kreis geschleudert werden. Mir wird beim Zusehen schon schwindelig. Die Kinder aber machen Wettbewerbe, wer sich am längsten und schnellsten damit drehen kann.

    Die Bojen-Schaukel

    Kind hüpft vom Hochbett, daneben Boje als Schaukel

    Aber die tollste Schaukel-Möglichkeit in unserem Kinderzimmer (und unser allabendlicher Streitpunkt) ist ein Ankerball (kleine Boje) – also ein stabiler luftgefüllter Plastikball mit einer Öse an einem Ende. Befestigt ist die Ankerboje mittig in Raum. Sie hängt mit einem kurzen Stück Kletterseil am horizontal gespannten Statikseil. So ist genug Platz zum schaukeln. Und im Gegensatz zu normalen Holz-Schaukeln tut es auch fast nicht weh, den Ball „ausversehen“ an den Kopf zu bekommen.

    Aufspringen auf die Kugel-Schaukel, im Hintergrund Kletterwand im Kinderzimmer

    Unsere Boje ist extra mit einigen Zentimetern Abstand zum Boden aufgehängt. Für unsere Kinder heißt das, sie müssen hüpfen und sich gleichzeitig am Seil hochziehen, um auf dem Ball sitzen zu können. Und während des Schaukelns ist Kraft gefragt beim Festhalten am Seil. Offensichtlich macht das so viel Spaß, dass unsere große Tochter einfach nicht genug davon bekommt und vorm Schlafen nochmal richtig viel Energie ins Schaukeln stecken muss.

    Schaukeln macht Beweglichkeit!

    Schaukeln in der Hängematte im Kinderzimmer

    Und wenn unsere Kinder Freunde zu Besuch haben (wegen der aktuellen Corona-Situation eher hatten), kann ich sehen, wie viel Sicherheit, Beweglichkeit und Geschicklichkeit selbst unser Dreijähriger schon beim „Turnen“ mit den Schaukelmöglichkeiten hat. Also bleiben Hängematten, Ankerbojen und Co im Kinderzimmer, weil sie unseren Kindern Spaß machen, sie zum Bewegen animieren und irgendwie wichtig sind zum Ausgleich nach stressigen Notbetreuungs- und Homeschoolingtagen. Still stehen die Schaukeln nur, wenn sie als Halterung für Höhlen und Tunnel herhalten müssen oder wenn gerade nebenan geklettert wird. Hoffentlich erinnere ich mich daran, wenn ich heute Abend wieder im Kinderzimmer stehe und mir überlege, wie ich meine Kinder ins Bett bekomme. Vielleicht sollten die Betten einfach auch schaukeln 😉

     
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    Wettlauf um Blaueishütte, Blaueisgletscher und Blaueisumrahmung https://www.outdoorfamilie.de/blaueishuette-klettern-blaueisumrahmung/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=blaueishuette-klettern-blaueisumrahmung https://www.outdoorfamilie.de/blaueishuette-klettern-blaueisumrahmung/#respond Sat, 16 Jan 2021 19:28:42 +0000 https://www.outdoorfamilie.de/?p=2384 Wieder historisch: als wir noch keine Eltern waren, sondern einfach Jungspunde mit Freude an den Bergen. Als wir noch zusammen draußen vor der Hütte gekocht haben. Als wir noch jeden Tag zusammen klettern waren und nicht jeden zweiten oder dritten. Und als es den Blaueisgletscher noch gab. Da waren wir […]

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    Wieder historisch: als wir noch keine Eltern waren, sondern einfach Jungspunde mit Freude an den Bergen. Als wir noch zusammen draußen vor der Hütte gekocht haben. Als wir noch jeden Tag zusammen klettern waren und nicht jeden zweiten oder dritten. Und als es den Blaueisgletscher noch gab. Da waren wir auch mal für ein paar stürmische Tage auf der schönen Blaueishütte zu Besuch. Und Diana beschreibt ganz stürmisch, wie es da so zuging …

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    Tobi, Diana und
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    Christoph auf dem Weg zum
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    Blaueisgletscher.
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    Die Schärtenspitze im Visier
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    Tobi immer an der Spitze.
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    Der Kampf um den zweiten Platz beginnt!
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    !!Bodycheck!!
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    Christoph zieht vorbei.
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    Hält seinen Vorsprung… (Route: ‚Die glorreichen Sieben‘)
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    mit einem Klimmzug bei einer 6er Stelle.
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    Im Nebel zieht Diana vorbei
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    baut in der wasserführenden 6er Wasser-Rinne ihren Vorsprung aus…
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    HUCH! Hier geht es ja runter!
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    ZWEITE!!!!!
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    Tobi unter dessen:
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    genießt die Aussicht,
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    kuschetlt mit dem Fels UND
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    sucht sich new Friends.
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    Während es für die Wettstreiter bergab geht
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    Der Weg ist das Ziel 😉 Sorry Christoph!
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    Verdientes Abendessen in gewohnter Harmonie.
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    Die Aussicht
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    Da ist Tobi
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    Simsalabim: und Diana
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    Manchmal konnten wir auch rumhängen,
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    entspannen,
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    lachen.
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    Blaueisumrahmung (eine Runde rum)
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    als Dream-Team
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    in den Bergen
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    Drei Gipfel in 13h (Da braucht man schon mal die Finger)
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    Schärtenspitze 2150m
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    Blaueisspitze 2481m
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    Hochkalter 2607m
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    Gratwanderung zurück
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    runter
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    und runter
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    Christoph zieht sich warm an für den Weg
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    ganz runter ins Tal.

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    Kletterwand für Kinder im eigenen Kinderzimmer https://www.outdoorfamilie.de/kletterwand-fur-kinder-im-kinderzimmer/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kletterwand-fur-kinder-im-kinderzimmer https://www.outdoorfamilie.de/kletterwand-fur-kinder-im-kinderzimmer/#comments Mon, 07 Jan 2019 23:00:33 +0000 https://ww2.outdoorfamilie.de/?p=1393 Warum in ein gutes Kinderzimmer unbedingt eine Kletterwand (oder Boulderwand) für Kinder gehört? Kinder brauchen Bewegung! Wie geht das im Alltag, wenn die Kinder einfach nur in ihrem Kinderzimmer rumhängen? Überraschung: es braucht ein attraktives Angebot! Und zwar eines, das dauerhaft interessant bleibt. Dazu eignet sich – mit einigen begleitenden […]

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    Warum in ein gutes Kinderzimmer unbedingt eine Kletterwand (oder Boulderwand) für Kinder gehört? Kinder brauchen Bewegung! Wie geht das im Alltag, wenn die Kinder einfach nur in ihrem Kinderzimmer rumhängen? Überraschung: es braucht ein attraktives Angebot! Und zwar eines, das dauerhaft interessant bleibt. Dazu eignet sich – mit einigen begleitenden Tricks – neben Schaukel, Rutsche, Hängematte (oder einer spannenden Balkon-Welt) eine Kinderkletterwand ganz hervorragend! Hier nun die Erklärung, wie sich ganz einfach so eine Kletterwand selbst bauen lässt. Und dazu funktionierende Ideen, wie die Kletterwand auch dauerhaft im Mittelpunkt des Interesses bleibt. So kann die Kinderkletterwand ganz nebenbei Begeisterung und Sicherheit für das richtige Klettern draußen am Fels (oder in der Kletterhalle) fördern.

    Die motivierende Kletterwand im Kinderzimmer

    Kletterwand für Kinder mit buntem Bild im Hintergrund
    Hübsch gestaltete Kinder-Kletterwand, die aber nur für kurze Zeit interessant bleibt.

    Wie sieht das richtige Sport- und Spielgerät für Kinder aus? Für die Eltern ist es sicherlich am schönsten, wenn es ordentlich aufgeräumt in einer Ecke steht. Und hübsch lackiert sollte es sein, vielleicht mit einem abenteuerlichen Bild drauf?

    Leider interessiert das die Kinder nicht. Oder zumindest nur sehr kurz. Ungefähr so lange, wie es braucht, um zu sagen, wie schön das alles ist. Und vielleicht noch ein- oder zweimal versuchsweise daran hochzuklettern. So etwas ist den Aufwand nicht wert. Wie geht das besser?

    Kletterwand mit Rutsche im Kinderzimmer
    Spannende Kletterwand mit abwechslungsreichen Elementen, die für die Kinder tatsächlich einen Weg eröffnet.

    Ein sicherer Weg, die Kletterwand für Kinder längerfristig interessant zu machen, ist eben das: die Kletterwand kann der Weg nach irgendwo hin sein. Sie kann zu einer speziellen kleinen Kinder-Höhle führen, oder den Aufstieg zu einer kleinen Rutschbahn bilden. Bei uns ist sie (neben einer Rutsche) einfach der Weg auf das etwas höher gebaute Kinderbett. Dergestalt im Mittelpunkt wird die Kletterwand so schnell nicht von den Kindern vergessen.

    Die Wand selbst wird interessanter durch immer wieder neue Routen, oder durch spannende überhängende, geneigte, verwinkelte Bereiche. Auch Seilkonstruktionen können gut mit einer kleinen Kletterwand kombiniert werden. Je nach Gegebenheiten im Kinderzimmer sind hier Phantasie und Ideen gefragt und es ist vieles denkbar.

    Eine fertige Kletterwand einkaufen

    Kinder unterwegs an einer vorgefertigten Indoor-Kletterwand
    Typische Kletterwand aus vorgefertigten Elementen.

    Der Kauf einer kleinen fertigen Kletterwand bietet einen Vorteil: niemand muss basteln. Dafür ist das fertige Produkt deutlich teurer. Und weniger individuell. Und auch das verbinden der vorgefertigten Module zu einer inspirierenden Turn-Landschaft im Kinderzimmer kann schwieriger sein. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass auch hier die Klettergriffe individuell umgeschraubt werden können. Tauglich erscheint beispielsweise diese fertige Kletterwand, die sogar ein klein wenig modular verwendbar ist.

    Die Kletterwand selbst bauen

    Diese Anleitung funktioniert selbstverständlich für Kinder- wie auch für Erwachsenen-Kletterwände. Wobei natürlich die Dimensionen einer attraktiven Kletterwand für Kinder kleiner ausfallen dürfen. Mit 2-3 m² Kletterfläche kann den Kindern schon einiges geboten werden.

    Sicherheit

    Eine Kletterwand für Kinder wird selbst gebaut
    Zuerst wird die Kletterwand mit Klettergriffen bestückt, danach am gewünschten Ort befestigt.

    An erster Stelle steht natürlich die Sicherheit, auch bei Spielgeräten im Kinderzimmer. Nachdem kleine Kinder in letzter Zeit auch schon von Ikea-Regalen erschlagen wurden, ist es besonders wichtig, die Kletterwand gut zu verankern!

    Wichtig ist auch, dass die kleinen Kletterer im Falle des Falles weich fallen. Sicherung mittels Seil hat bei der geringen Höhe der meisten Kinderzimmer wenig Sinn. Dafür sollte eine ausreichend dicke Matte unter der Kletterwand liegen und auch gegen Verrutschen gesichert sein. Hierzu kann die Matte beispielsweise in einem Holzrahmen liegen oder mit Schnur befestigt sein. Als Matte taugt gut eine alte Matratze. Eleganter ist natürlich eine passende Weichbodenmatte.

    Aufbau

    Kletterwand für Kinder im Kinderzimmer
    Etwas komplexere Kletterwand-Struktur, gut gesichert an den dahinterliegenden Strukturen, dahinter eine Rutschbahn vom Bett.

    Klassisch wird eine Kletterwand gebaut, indem in Multiplex-Platten oder ähnlich stabile Holz- oder Kunststoffplatten in gleichmäßigem Abstand sogenannte Einschlagmuttern eingesetzt werden. Dieses Raster sollte Abstände zwischen den Muttern von etwa 15-30 cm erbringen. An den Einschlagmuttern werden die Klettergriffe mit entsprechenden Schrauben festgeschraubt. So können die Klettergriffe mit geringem Aufwand nach einiger Zeit immer wieder in ihrer Position verändert werden. Damit werden den Kindern jeweils wieder neue Kletterrouten und damit herausfordernde Bewegungsprobleme geboten. Nicht zu empfehlen dagegen ist, Klettergriffe direkt in eine Wand des Kinderzimmers zu schrauben. Das ist nicht gut für die Wand und nicht gut für die Abwechslung. Hier lohnt sich der etwas größere Aufwand zu Beginn für die Erstellung einer geeigneten Platte.

    Erst nachdem alle Platten der Kletterwand entsprechend präpariert sind, werden sie wie gewünscht zusammengesetzt. Oder im einfachsten Fall mit ausreichend dimensionierten Schrauben und Dübeln an die Wand geschraubt.

    Varianten

    Um die Bewegungsprobleme interessant zu gestalten, bietet es sich allerdings an, nicht nur eine einzige flache Wand zu bauen. Besser ist es, eine kleine Kletter-Landschaft zu kreieren. Das können zum Beispiel Kletterwände im rechten Winkel zueinander (sogenannte „Verschneidung“) sein oder mehr und weniger steile („Überhang“) Bereiche. Auch ein flacherer Bereich mit kleineren Griffen („Plattenkletterei“) bietet Abwechslung.

    Eine Kletterwand-Einkaufsliste

    Die folgende Übersicht beinhaltet alles, was zum erfolgreichen Kletterwandbau benötigt wird:

    Kind in der Kletterwand
    Gelungenes Kletter-Erlebnis.
    • Klettergriffe – diese sollten eine raue Oberfläche haben und für die Kinder gut zu greifen sein. Dafür gibt es sogar spezielle Kinder-Klettergriffe. Besonders kleine Griffe, sogenannte Spax (nach den Schrauben, mit denen sie zu befestigen sind) können für eine geneigte Plattenroute verwendet werden.
    • Einschlagmuttern. Größe M8 oder M10 bietet sich an.
    • Passende Schrauben (sogenannte „Zylinderschrauben“) in der entsprechenden Größe. Die Länge sollte zu den Klettergriffen passen. Wenn die Schrauben auf der Rückseite nicht überstehen sollen, werden für unterschiedliche Klettergriffe verschiedene Längen benötigt. Für Spax-Griffe sind entsprechend passend kurze Spax-Schrauben sinnvoll.
    • Klebstoff für Holz und Metall – wer die Einschlagmuttern mit einem Tropfen Klebstoff verklebt, läuft nicht Gefahr, dass sie irgendwann wieder herauspurzeln oder durch die Kinder herausuntersucht werden.
    • Holzplatten. Hierfür eignet sich alles, was stabil ist. Kletterhallen verwenden gerne die guten und relativ günstigen OSB-Platten. Aber auch Multiplexplatten eignen sich gut, wie auch sonstige mehrschichtige Holzplatten.
    • Eventuell Weichbodenmatte in ausreichender Größe, dass auch ein weiterer Sprung von der Wand nicht unsanft hinter der Matte landet.
    • Werkzeug. Neben einer Bohrmaschine braucht es für die Löcher einen großen Bohrer – für M10-Muttern wird ein 12 mm Holzbohrer benötigt. Dazu ein Hammer zum Einschlagen der Muttern und ein größerer Imbusschlüssel, um die Schrauben festzuziehen.
    • Material zum zusammenfügen und Befestigen der Kletterwand/Kletterwände im Kinderzimmer, je nachdem an einer Wand, an stabilen Möbelstücken oder sogar an der Zimmerdecke: Schrauben, Dübel, Winkel etc.
     
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    Der richtige Klettergurt für Kinder https://www.outdoorfamilie.de/der-richtige-klettergurt-fuer-kinder/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-richtige-klettergurt-fuer-kinder https://www.outdoorfamilie.de/der-richtige-klettergurt-fuer-kinder/#respond Mon, 02 Jul 2018 11:35:50 +0000 https://ww2.outdoorfamilie.de/?p=685 Zum Klettern mit Kindern braucht es zuallererst einen Kinderklettergurt. Starten die ersten Kletterabenteuer mit Kind in der Kletterhalle oder im Kinderzimmer, so sind Helm und passende Schuhe zunächst noch verzichtbar. Aber ein gut passender Klettergurt ist immer Voraussetzung für Kletterspaß. Nun gibt es eine große Auswahl verschiedener Klettergurte für Kinder. […]

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    Kleines Kind beim Untersuchen von Klettergurt, Helm und SchwimmwesteZum Klettern mit Kindern braucht es zuallererst einen Kinderklettergurt. Starten die ersten Kletterabenteuer mit Kind in der Kletterhalle oder im Kinderzimmer, so sind Helm und passende Schuhe zunächst noch verzichtbar. Aber ein gut passender Klettergurt ist immer Voraussetzung für Kletterspaß. Nun gibt es eine große Auswahl verschiedener Klettergurte für Kinder. Und die Klettergurte funktionieren auch noch nach deutlich verschiedenen Systemen. Wir klären hier, welche Klettergurte für welches Alter der Kinder geeignet sind und was dabei praktisch ist.

    Kleinkinder

    Eine Altersgrenze nach unten hin gibt es dabei fast nicht. Praktisch wird aber ein Klettergurt natürlich erst sinnvoll, wenn die Kinder auch anfangen, sich selbst zu bewegen. Und – wahrscheinlich in der Kraxe – zum ersten Mal in exponiertes Gelände mitgenommen werden. Für ein Krabbelkind kann dann eine eigene Sicherung im steilen Gelände schon sehr sinnvoll sein. Hinderliche Größenbeschränkungen gibt es dabei für die meisten Kinder kaum. Viele Kinderklettergurte passen etwa ab einer Oberkörperlänge von 45-50 cm.

    Das richtige Klettergurt-System für Kleinkinder

    Kind mit Klettergurt genießt die Aussicht auf Berge und MeerWelche Art Klettergurt kommt nun in Frage, für die ganz Kleinen? Erwachsene klettern heute meist mit Hüftgurt. Dieser „Sitzgurt“, nur um Hüfte und Oberschenkel liegend, ist für kleine Kinder ungeeignet. Da am Anfang des Lebens der Oberkörper relativ lang ist und die Beine relativ kurz, liegt deren Körperschwerpunkt viel weiter oben als der von Erwachsenen. Somit muss auch der Gurt weiter oben am Körper ansetzen. Damit werden im Falle eines Falles kopfüber hängende Kinder und ungünstig einwirkende Kräfte vermieden. Also kommt für kleinere Kinder nur ein Komplettgurt, auch Ganzkörpergurt genannt in Frage. Oder die Kombination aus Hüft- und Brustgurt, was aber eher für etwas Ältere Vorteile bietet (s.u.). Die Auswahl ist ziemlich breit und bunt.

    Leichte Handhabung des Komplettgurtes

    Kind schwingt am Fels, mit Klettergurt und Helm und SeilFür die ganz kleinen Kletterer kommt sinnvollerweise nur ein Komplettgurt in Frage. Zumal es diese Gurte auch schon in ziemlich kleinen Größen gibt. Und sie sind meist übersichtlicher anzuziehen als die zweiteiligen Exemplare. Bei der Auswahl gibt es jedoch einiges zu beachten. Den wirklich optimalen Gurt gibt es wahrscheinlich nicht. Je nach Geschmack bieten unterschiedliche Konzepte jeweils eigene Vorzüge. Unser erster Lieblingsgurt, „Fraggle“, bietet den sehr schönen Vorteil, dass er besonders leicht anzuziehen ist. Das schaffen sogar gestresste Eltern direkt am Kletterfelsen oder im Gewusel des Kinderkletterbereichs in der Kletterhalle. Und das schaffen recht bald auch die Kinder selbst, wenn man etwas mehr Geduld mitbringt. Ein weiteres praktisches Extra bei diesem Gurt ist die solide Lasche oben am Rücken, mit deren Hilfe sich die Kinder am Fels sehr elegant „dirigieren“ lassen.

    Flexible Komplettgurte

    Kleinkind wird nach dem Klettern am Fels abgelassenEinige andere Klettergurte bieten den Vorteil, besser mit den Kindern mitzuwachsen. Edelrid verkauft den Fraggle-Komplettgurt in zwei Größen. Das decken andere Hersteller mit nur einem Gurt genauso gut ab. Als weiteres Extra neben der flexiblen Anpassbarkeit an das Kind sagt uns bei unserem zweiten Klettergurt die Materialschlaufe sehr zu. Da dieser Gurt derzeit in Deutschland schwer zu bekommen ist, sind allerdings mittlerweile gute Alternativen gefragt. Viele Vorzüge bietet ein Gurt mit seltsamem Namen aber coolem Desing:  Ouistiti! Hier sind Materialschlafen, leichtes Anziehen und gute Verstellbarkeit ziemlich geschickt kombiniert (Vorsicht: es gibt auch ein altes Modell, welches diese Vorzüge so nicht bietet!). Das ist tatsächlich für fast alle Bedürfnisse ideal. Nur wer auf weite Reisen geht und ein geringes Packmaß benötigt, für den bleiben die  klassischen kompakteren Komplettgurte die passendere Wahl. Und wer gerne günstig einkauft, für den ist so etwas hier überlegenswert. Vergleichbar sicher, auch vom Markenhersteller und fast unschlagbar günstig.

    Bleibt noch, eine lustige Vergleichstest-Geschichte zu empfehlen. Auch wer schon entschieden hat: das ist einfach lesenswert (zwei Anmerkungen: 1.: die Seite ist auf englisch, 2.: nein, wir bekommen nix von denen für den Link!). Aber, wie gesagt, langer Rede kurzer Sinn:  Ouistiti!

    Größere Kinder

    Früher war sich die Fachwelt einig. Kinder und Jugendliche verwenden Komplettgurte. Oder die Kombination aus Brust- und Hüftgurt. Das gilt heute nur noch für Kleinkinder. Für größere Kinder wird mehrheitlich ein ganz normaler Hüftgurt empfohlen, natürlich in der passenden Größe. Es scheint, die Anatomie der bereits etwas älteren Kinder wird heute doch nicht mehr als so sehr abweichend von Erwachsenen eingeschätzt.

    Hüftgurt, ab wann?

    Klettergruppen mit Kindern und Jugendlichen beim FelskletternWo allerdings der Übergang zwischen kleinen und großen Kindern liegt, das ist wenig definiert. Häufig wird für den Wechsel zum Hüftgurt ein Alter von sechs bis acht Jahren angegeben. Wer flexibel bleiben will, besorgt eine Kombination aus Brustgurt und Hüftgurt. Beides muss jeweils nach dem Anlegen jeweils mit dem Kletterseil oder mit einer Bandschlinge verbunden werden. Mit dieser Kombination könnte man prinzipiell auch gleich mit seinem Kleinkind starten, wenn die Größe passt. Allerdings bleibt zu bedenken, dass das Anlegen und Einbinden so ein ganzes Stück komplizierter ist. Für die meisten Kinder dürfte also wohl zuerst ein Komplettgurt anstehen und dann nach ein paar Jahren ein Hüftgurt für Kinder. Das gilt so übrigens (wahrscheinlich) auch für Kinder auf Klettersteigen.

    Darum Hüftgurt!

    So ein Hüftgurt bietet neben zumindest gleichwertiger Sicherheit gleich mehrere handfeste Vorteile gegenüber der alten kombinierten Methode. So ist das Anlegen deutlich übersichtlicher und damit sicherer. Auch ist es mit Hüftgurten für Jungs wie Mädels (für letztere etwas schwieriger) möglich, eventuell erforderliche Toilettengänge ohne Ausbinden zu bewältigen (wichtig bei längeren Routen, erfordert für Mädchen abklippbare Beinschlaufen). Und auch das An- und Ausziehen von Kleidungsschichten, insbesondere Pullovern und Jacken ist viel einfacher möglich. Es lohnt sich also mehrfach, der modernen Variante zu folgen. Dabei ist am wichtigsten, dass der Gurt ordentlich passt. Und gefällt. Und dass das Klettern Kind und Eltern viel Spass bereitet!

     


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